Newsletter März 2009
- EUROPÄISCHE DURCHSCHNITTLICHE STAHLPREISE - die letzten Schätzwerte
Mit der zunehmenden Wirtschaftskrise erwartet man weitere Senkung der Stahlpreise für den Sektor der Flachprodukte im kurzfristigen Horizont. Die Kunden erwarten, dass die Ausverkäufe von Lagerbeständen fortfahren werden, denn die Nachfrage in der ersten Jahreshälfte 2009 wird wahrscheinlich auch weiterhin niedrig sein. Darüber hinaus sind die Bestände von den vorjährigen Einkäufen noch genügend. Das könnte noch mit potenziellen Problemen mit den Bankanleihen, verzögerten Zahlungen und der erwarteten Pleitewelle potenziert werden. Das betrifft vor allem Firmen, die an die Automobilindustrie angeschlossen sind. Die durchschnittlichen HRC-Preise sanken im Februar um mehr als 20 € pro Tonne. Die HRP-Preise sanken sogar noch mehr, und zwar um ca. 60 € pro Tonne. Die Reduktion der Produktion könnte allerdings zur Preisstabilisierung im Laufe des zweiten Jahresquartals 2009 beitragen.
Es ist schon jetzt sicher, dass die Geschäftsbelebung für alle Flachprodukte in die zweite Jahreshälfte 2009 verschoben wird. Die Wirkung der Förderungspakete von der Regierung kann auch mehrere Monate dauern, bis sie zum Wachstum der Stahlnachfrage beitragen können.

Eine erhebliche Herabsetzung der Inputspreise für die Hüttenwerke könnte zur Preisherabsetzung bei den Stahlprodukten während des zweiten Quartals führen. Eine allmähliche Rückkehr zu regelmäßigeren Bestellungen kann man im dritten Jahresdrittel erwarten. Das könnte zur Durchsetzung höherer Stahlpreise beitragen. Das Verkaufsvolumen bleibt jedoch auch weiterhin unter dem Durchschnitt der letzten Niveaus, denn die Gesellschaften werden versuchen, sich vom Einfluss der Finanzrestriktion zu befreien.
In Folge der Erweiterung der schlechten Wirtschaftssituation erwartet man weitere Herabsetzung des durchschnittlichen Preises für Flachprodukte während der nächsten paar Monate. Der reduzierte Schrottpreis vervielfacht mit der niedrigen Nachfrage könnte die früher erwartete Verkaufsbelebung rückgängig machen. In der CR tragen darüber hinaus zur Herabsetzung der Flachstahlpreise auch die Kurse CZK/EUR und CZK/USD und die Ausverkäufe der im Jahr 2008 eingekauften Lagerbestände mit dem Verlust 5 – 7 CZK/kg bei. Die Verkäufe könnten jedoch beginnen, sich schon während des zweiten Jahresquartals 2009 zu stabilisieren.
Die Preiserhöhung für alle langen Produkte kann man erst in der zweiten Jahreshälfte 2009 erwarten. Trotzdem bleibt der Verbrauch der Endverbraucher wahrscheinlich im ganzen Jahr 2009 in der Depression. Demzufolge können die Geschäfte das ursprüngliche Niveau nicht früher als im Jahr 2010 wieder erreichen.
Am 18. März 2009, Zdeněk Dostál, TENZO Group Purchase Director
- Wie sieht der polnische Markt mit dem Stahlmaterial im März aus?
Die Situation auf dem polnischen Stahlmarkt änderte sich von Januar bis März 2009 nicht viel. Es werden fast gleiche Outputs vermerkt. Die bedeutendsten Eigenschaften des gegenwärtigen Marktes in Polen sind folgende:
- Alle Distributoren setzen die Umsatzreduktion fort, was manchmal bis zu 50 % im Vergleich mit dem Jahr 2008 erreicht.
- Die Gesellschaften, die schwere Stahlprodukte verarbeiten, vermerken einen bedeutenden Bestellungsrückgang und verschieben die Produktionsrealisierung auf spätere Zeit.
- Bedeutende Investitionen in Konstruktionsindustrie werden auf spätere Zeit verschoben, und zwar mit der Erklärung über die Investitionserneuerung zu einem Zeitpunkt, in dem sich die ganze wirtschaftliche Situation verbessert.
- Die Banken verschärfen ständig ihre Kreditpolitik. Sie verzögern Vergabe von neuen Krediten und versuchen die Rückzahlungen der bestehenden Kredite zu beschleunigen.
- Eine sehr starke Konkurrenz wurde praktisch in allen Bereichen vermerkt, in denen die Gesellschaft TENZO tätig ist, vor allem in der Herstellung von Stahlteilen, im Verkauf von Stahlblechen und zusätzlichen Schweißmaterialien. In der Gegenwart werden immer die angebotenen Preise zum entscheidenden Kriterium.
- Die Hersteller arbeiten immer mit reduzierter Kapazität. In manchen Fällen versuchen sie, die Produktpreise zu erhöhen. Anderseits gibt es hier keine Informationen über eine markante Preisänderung des Stahlmaterials.
- Die Phase, in der der Markt eine Verbesserung in den Geschäftsaktivitäten erwartet, wird auf spätere Zeit verschoben. Eine leichte Verbesserung kann sich im Laufe des 2. und 3. Quartals zeigen.
Am 19. März 2009, Waldemar Lisoń, Managing Director TEPL
- Firma Mittal in Rumänien reduziert die Produktion!
Die rumänische Firma Mittal reduziert fortlaufend die Geschäftsaktivitäten in ihrem Werk in Galati in Ostrumänien wegen der verschlechterten Situation im Stahlsegment allgemein. Anfang April plant das Werk einen zeitweiligen Arbeitsausfall in mehreren Etappen in der Zeit von 3 Monaten, teilte der örtliche Verband am 13. März 2009 mit.
Eine zunehmende Anzahl von rumänischen Gesellschaften hat Probleme mit Cash flow und beginnt, die Reduzierung der Produktion mitzuteilen. Die Regierung schätzt, dass ca. 50 000 Menschen in diesem Jahr ihren Arbeitsplatz verlieren, und zwar bei der Reduzierung der Arbeitsplätze vor allem in der Bauindustrie und Landwirtschaft.
Die rumänische Regierung handelt mit IWF über das Darlehen von 20 Mrd. EURO, was heißt, dass die rumänische Wirtschaft neuen Bedingungen standhalten müssen wird.
Der Stahlverbrauch sank um mehr als 50% im Vergleich zum Jahr 2008 und das ist immer nicht das Ende, vor allem in der Bauindustrie. Die Gesellschaften, die unter den ersten mit der Krise betroffen wurden, sind diejenigen, die für die Ausfuhr produzierten und in der Gegenwart dem Bestellungsrückgang begegnen oder sogar für das Jahr 2009 gar keine Bestellungen haben.
Die Preise sinken weiter, die italienischen Hersteller indizieren Preise von 450,00 EUR/t, Preise für schwere Bleche bewegen sich zwischen 515 EUR/t - 605,00 EUR/t, EXW ab Stahlwerk.
Am 18. März 2009, Monica Stroe ,TERO Sales Director
- Die slowakische Produktion geht immer zurück!
Der sinkende Trend in der Industrie am Jahresende 2008 beschleunigte sich im Januar, teilte das slowakische Statistikamt am 9. März mit. Index der Industrieproduktion sank im Januar unterjährig um 27% und erreichte den niedrigsten Wert seit der Einführung des neuen Indexes im Jahr 1999.
Die Experten sagen, dass der gesamte Rückgang der Industrieproduktion größtenteils durch unterjährigen industriellen Rückgang um 32,7 Prozent verursacht ist. Die Produktion ging in allen Produktionssektoren zurück. Das Statistikamt registrierte den größten Rückgang in der Automobilproduktion und Produktion anderer Verkehrsmittel.
Wir fühlen, dass die Industrie auch im Februar wegen dem kontinuierlichen Rückgang der ausländischen Nachfragen und Bestellungen sehr zurückging, wie auch die detaillierte Struktur des Industrievertrauensindikators zeigt.
Die Firma US Steel Niederlassung Košice hob viele externe Kontrakte im Maschinenbausektor auf. Zum Senkungsindex wird in dieser Hinsicht Verbrauch von Schweißmaterialien, der um mehr als 40% seit Januar 2009 sank. USS Košice stellte die Produktion seit März 2009 ein und dieser Zustand kann bis zu der Zeit unverändert bleiben, bis neue Verträge unterzeichnet werden.
Am 18. März 2009, Pavol Horák, Sales Director, TENZO Slowakei



